Rockefeller-Museum

© Ina Beyer, Berlin

Scherben, die Geschichte schreiben

Heute bin ich ins Rockefeller-Museum gegangen. Den Namen habt ihr sicher schon einmal gehört. Rockefeller war einer der reichsten Menschen überhaupt. Opa meinte, er habe sein Geld mit Ölgeschäften in den USA verdient und dann 1927 dieses Museum mitbezahlt. Als wir im Museum ankamen, sah ich zuerst eine Menge Scherben, Teller und Krüge, die Amphoren genannt werden. Später erklärte mir Opa, dass diese Gegenstände nach der Zeit geordnet sind, aus der sie stammen. Je nachdem erzählen sie verschiedene Geschichten. Darunter befinden sich auch Scherben, die von dem Vormarsch des babylonischen Heeres berichten. Der babylonische Herrscher Nebukadnezar II. hat seinen Soldaten 587 v. Chr. nämlich befohlen, Jerusalem zu zerstören, nachdem sich der damalige König gegen ihn aufgelehnt hatte. Dabei zerstörten sie auch den ersten Tempel, der von König Salomo erbaut worden sein soll. Einige Bewohner, insbesondere die Fachkräfte, wurden nach Babylon ins Exil geführt.

© DEI Jerusalem

Erst unter Nehemia im Jahr 520 v. Chr. durften einige von ihnen zurückkehren und einen neuen Tempel errichten. Die Eroberung Jerusalems durch Nebukadnezar erklärte mir Opa im Innenhof des Museums, der mir mit dem großen Brunnen und den schattigen Bogengängen besonders gut gefallen hat. Im Museum gab es aber noch allerlei andere Dinge zu sehen, wie Statuen oder kunstvolle Sarkophage (große Särge aus Marmor). Gut, dass Opa dabei war und mir alles erklären konnte, sonst hätte ich wahrscheinlich die ganze Zeit im Innenhof gesessen.